Esther Herr – Selbstversorgung auf kleinstem Raum

IMG_0055-300x200Selbstversorgung wird heute längst nicht mehr so belächelt wie noch vor ein paar Jahren. Mittlerweile ist es für viele Menschen wieder selbstverständlich, dass eigene Gemüse anzubauen oder die Kräuter zum Würzen selbst zu ziehen. Meiner Meinung nach ist das endlich mal ein Trend, der sich unbedingt verbreiten sollte. Für mich gibt es nichts Schöneres als meinen Naschbalkon. Jedes Jahr züchte ich mir dort auf kleinstem Raum ein leckeres Paradies. Dabei fühlt sich das Ernten der eigenen Früchte und Gemüsesorten meist wie eine Belohnung für ausdauerndes Gießen an, denn häufig braucht es nicht viel mehr.

07b_3-2-1-Gaertnern_Umschlag_mp.inddFormat | Umfang: Hardcover | 120 Seiten.
Verlag: GU

Erscheinungstermin: Februar 2014
ISBN: 978-3-8338-3646-6  

Preis: € (D) 14,99 | (A) 15,50
sFr (CH) 21,90*
* unverbindliche Preisempfehlung

 

 

IMG_9999-300x200Da ihr ohnehin von meiner Liebe zum Gärtnern wisst, dachte ich, es wird langsam einmal Zeit, euch auch aus diesem Bereich tolle Highlights vorzustellen. Selbstversorgung auf kleinstem Raum gehört für mich zweifelsfrei dazu. Eins vorweg: Ich glaube nicht, dass komplette Selbstversorgung auf kleinstem Raum möglich ist. Trotzdem hat mich dieses Buch zu einigen tollen Experimenten inspiriert und dazu bewegt, in diesem Jahr endlich mal meinen Salat selbst anzubauen. Machen wir uns nichts vor, ich werde trotzdem noch auf den Markt gehen müssen, um mir für den Alltag meine Dosis Vitamine zu kaufen, aber ich kann euch jetzt schon verraten, dass kein Salat so gut schmecken wird wie mein eigener.

IMG_0015-e1409421463613Doch dort hört die Selbstversorgung noch lange nicht auf, deswegen bietet die Autorin in diesem Buch auch jede Menge Tipps rund um Tomaten, Kartoffeln, Kräuter, Beeren und vieles mehr. Dabei beschäftigt sie sich neben der Frage nach der richtigen Sorte und Pflege auch immer nachhaltig mit der Ernte der Obst- und Gemüsesorten. Wo bei anderen Schluss ist, geht es hier erst richtig los, denn dank toller Fotos, Illustrationen und Linktipps möchte man die eigene Ernte nicht einfach nur naschen, sondern verarbeiten. Und hier gibt es für mich ein weiteres Highlight. Mit der GU-App für das Smartphone wird das Buch zu einem interaktiven Erlebnis. Sobald man das entsprechende Symbol in einem der Fotos entdeckt, sollte man unbedingt das Telefon zur Hand nehmen und das Foto mit der App scannen. Dort gibt es nämlich noch viele weitere Tipps. Allerdings habe ich an dieser Stelle trotz der tollen Idee einen kleinen Kritikpunkt. „Klein“ ist leider bereits das richtige Stichwort: Für meinen Geschmack hätte man dieses Symbol ruhig etwas auffälliger gestalten können. Denn sobald man die Fotos nicht ganz genau betrachtet, übersieht man leicht das winzige Symbol.

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Wer das kleine Symbol in den Fotos entdeckt, sollte schnell das Smartphone mit der GU-App zücken.

Ganz besonders gut gefällt mir neben der Symbiose von App und Buch, dass nicht nur Hobbygärtner wie ich auf ihre Kosten kommen. Vielmehr erinnert mich der Ratgeber an ein kleines Lifestylebuch, das hilft, das eigene Leben ein wenig farbenfroher zu gestalten. Wer seine Pflanzen also regelmäßig umbringt, wird dank der vielen Basel-, Koch- und Dekoideen trotzdem jede Menge Freude mit diesem Buch haben. Und wer weiß, vielleicht kommt die Lust aufs Gärtnern dann schon fast von alleine? Der Spaß steht hierbei nämlich im Vordergrund. Daher wird das Gärtnern auch mit einem Augenzwinkern betrachtet. Die Selbstversorger, die diesem Ratgeber folgen, bepflanzen neben klassischen Blumentöpfen Gummistiefel, PET-Flaschen, Getränkedosen und vieles mehr. Der Titel hält also, was er verspricht.

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Während des Schreibens meines Artikels entstand übrigens auch dieses leckere Tomatenchutney mit Zwiebeln und Chili. Das Rezept findet ihr natürlich im Buch.

Falls ihr nun neugierig auf diesen Titel seid, findet ihr hier natürlich auch wieder eine Leseprobe. Mich interessiert gerade brennend, ob ihr leidenschaftliche Gärtner seid oder doch eher eure Pflanzen regelmäßig umbringt? Was war euer tollstes Gartenprojekt?

 

 

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  • Hallo liebe Katha,

    ein wunderschönes Buch, das du da mal wieder vorstellst. Leider habe ich einen eher schwarzen Daumen und auch mein Freund, der Biologie studiert hat, hat es nicht so mit Pflanzen. Er könnte höchstens nachher sagen, woran es lag, dass sie eingegangen ist 🙁
    Aber Bastel- und Kochideen sind ja immer klasse und das Tomatenchutney klingt direkt sehr lecker… Da werden wir also sicher mal einen Blick in das Buch werfen… Dankeschön fürs Vorstellen.

    Einen herzlichen Wochenendgruß,
    Daniela

    • Hallo liebe Daniela,

      ein Biologe, der das Leben von Pflanzen beendet? Das klingt abenteuerlich. Ui ui ui! Zumindest möchte ich bei euch keine Pflanze sein. 😛 Ich hab das Chutney schon probiert und werde es morgen bestimmt direkt mit ein paar Nachos verputzen. 😀

      Fühl dich ganz fest gedrückt.
      Liebe Grüße
      Katha

      PS: Ich meld mich morgen oder übermorgen bei dir. 🙂

  • Liebe Katha,

    wie toll, das du uns zu einer neuen Rubrik „Lebenswert (mit allen Sinnen) einlädst. Einen Lebenshunger anstupsenden Beitrag hat du herrlich verfasst.

    Da ich selbst mit den Geschmackserlebnissen eines heimischen Gartens aufgewachsen bin, werden Frische, Aroma und Saisonalität von Obst und Gemüse immer eine tragende Rolle für mich spielen. Denn ob Tomate, Pfirsich oder Gurke, alles schmeckt mir persönlich besser, wenn es aus einem unbelasteten (Eigen-) Anbau stammt.
    Dass dieser gewisse Grad der Subsistenzwirtschaft wieder mehr und mehr auf dem Vormarsch ist, freut mich aus vielerlei Gründen. Und dass Bücher, wie das von dir vorgestellt, ihren Teil zur Ideengebung eines bunteren, experimentelleren und genussvolleren Lebens beitragen, ist umso schöner. Danke für dein Resümee als kreativ- und genussbegeisterter Kopf!

    Frisch geerntete Grüße,
    Kora

    • Hallo liebe Kora,

      ich erinnere mich in dieser Hinsicht auch ganz besonders gerne an meine Kindheit. Eine Erdbeere in den Eimer, eine Erdbeere in den Mund, eine Erdbeere in den Eimer, eine Erdbeere in den Mund. 🙂 *hach* war das schön. Ich brauche in ein paar Jahren unbedingt einen eigenen Garten mit ganz viel Nutzfläche. *träum*

      Viele liebe Grüße
      Katha

  • Liebe Katha,

    mal wieder ein seeeeeehr gelungener Artikel! Dieses Buch werde ich mir sofort bestellen. Es klingt fantastisch und ist genau das, was ich möchte. Allerdings fehlt mir dazu ja noch ein bisschen der kleine Garten. Aber auch daran arbeite ich. 🙂

    Danke für den tollen Tipp, die ausführliche Rezension und die mal wieder umwerfenden Bilder!

    Fühl dich gedrückt!
    SaCre

    • Hallo liebe Sabrina,

      in dem kleinen Büchlein stehen so viele tolle Anregungen, dass du auch ohne eigenen Garten ganz viel Freude damit haben wirst. Und wenn du dann irgendwann deinen eigenen Garten besitzt, darfst du mich gerne mit der Ernte deiner Mühen versorgen. *hihi*

      Drück dich!
      Katha

    • Hallo liebe Melissa,

      sehr gerne! Ich freue mich, für euch auch fernab der Belletristik auf Entdeckungstour zu gehen! 🙂

      Viele Grüße
      Katha

  • Die Fotos sind sooo schön…. Mit meiner Kamera würde ich sowas nie hinkriegen. Wobei man glaube ich aber auch ein gutes Auge für schöne Dinge haben muss. Kannte das Buch noch nicht, aber jetzt 🙂

  • Ein ganz toller Buchtipp, den ich mir auch genauer anschauen werde. Obwohl das gärtnern in der Familie liegt, weil sowohl meine Mama, als auch meine Schwester in dem Beruf unterwegs ist, ging das Talent bei mir eher vorbei. Ich habe davon nicht wirklich Ahnung und schaffe es immer wieder meinen Pflanzen das Leben zu nehmen. Trotzdem, und weil ich auch einen Garten habe, will ich ab nächstem Jahr auf jeden Fall ein paar Dinge versuchen und das könnte mir das Buch ja vielleicht helfen. 🙂

    Liebe Grüße
    Petzi

    • Ich finde, dass dieses Buch sehr gut für Anfänger geeignet ist, deswegen kann man da ruhig einen Blick riskieren. Du kannst es dir auch gerne anschauen, wenn du bei mir bist!

      Drück dich!
      Katha

  • Ganz ganz toller Bericht. Ich bin immer wieder ganz neidisch auf all die Menschen, die einen grünen Daumen haben und bemitleide mich nun eine Runde in meiner stillen Ecke. *schnief*

    Herzlicher Gruß, Steffi