Brauchen wir nicht alle eine Herausforderung?

Okay, ich oute mich nun: Privates Zeitmanagement und Zeitgefühl gehören nicht unbedingt zu meinen persönlichen Stärken. Die Gründe dafür kenne ich gut: Ich mag Druck und Deadlines und bin am liebsten spontan. Einen Tag zu strukturieren, ist für mich eine riesige Herausforderung.

168 Stunden wöchentliche Lebenszeit

Ich bewundere die Menschen, die ihre Zeit bestmöglich und vor allem bewusst nutzen. Das will ich auch können! Eine Woche hat 168 Stunden. Davon sind bei mir im Durchschnitt 40 Stunden als reine Arbeitszeit reserviert. Da ich auf dem Arbeitsweg meist im Berufsverkehr feststecke und eine Stunde Mittagspause mache, fallen noch einmal weitere zehn Stunden des Tages weg, in denen ich keinen Hobbys oder Interessen nachgehe. Mittlerweile sind wir also bei 50 verplanten Stunden angelangt. Natürlich rechne ich auch noch die Schlafenszeit aus der Freizeit raus. Ihr merkt, worauf ich hinaus will? Eigentlich bleibt trotzdem noch genügend Zeit zum Leben. Doch wo ist sie Zeit so oft hin?

Ich möchte mir meiner Zeit wieder bewusst werden und sie möglichst effizient nutzen. Deshalb werde ich mich in den nächsten 30 Tagen ganz und gar meiner Lebenszeit widmen. Bye, bye Prokrastination, Aufschieben, Trödeln und sinnloses Faulenzen –ihr wart mir immer treue Freunde. Wie sich das wohl anfühlen wird ohne euch? Ich werde mich strukturieren und das ein oder andere Mal zwingen müssen, nicht doch auf dem Sofa zu landen. Gleichzeitig hoffe ich, mir bewusster zu werden, welche Angewohnheiten mir bei einem ordentlichen Zeitmanagement im Weg stehen. Ich bin schon auf die Ergebnisse und Erkenntnisse gespannt.

Ich muss verrückt sein

Während ich euch von meinen Plänen berichte, fallen mir bereits 1000 Dinge ein, die ich in diesem Monat zu erledigen habe und nun nicht wie so oft aufschieben kann. Meine Steuererklärung zum Beispiel. Für gewöhnlich lasse ich mir mit ihr gerne besonders lange Zeit. Das wird sich in diesem Jahr dann wohl ändern. Gedanklich schreibe ich übrigens bereits Listen. Normalerweise würde ich nun zum Smartphone greifen und mir sämtliche Apps zum Thema Zeitmanagement anschauen, um dann weitere Apps zu entdecken. Und schwupps – wäre eine Stunde vorüber. Dieses Mal ist es anders. Ich probiere es zunächst mit To-do-Listen. Endlich macht sich das Filofax bezahlt. Und am Sonntag verrate ich euch dann, wie ich mich in der ersten Woche geschlagen habe.

Wie sieht euer Zeitmanagement aus? Seid ihr strukturiert und habt alles im Griff oder gehört ihr wie ich eher zu den intuitiven Chaoten, für die Planung eine Herausforderung ist? Nutzt ihr Hilfsmittel oder Tools, um euch besser zu organisieren? Falls ihr Tipps für die nächsten Wochen habt, immer her damit!

Zur Challenge und Herausforderung

Angeregt von diesem TED-Talk möchte ich mir nun jeden Monat eine persönliche Challenge vornehmen und wöchentlich über die Fortschritte berichten. Die Schwierigkeitsstufen variieren dabei von Monat zu Monat. Ihr seid dabei, wenn ich lerne, zweifle, Erfolge feiere und mich ausprobiere. Schreibt mir auch  gern eure Vorschläge für weitere Challenges in den Kommentaren.

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