Tschuldigung, geht’s auch ’ne Nummer kleiner?

Die letzten Wochen habe ich euch immer ganz fein von meinen Fortschritten rund um das Zeitmanagement und meine Organisation auf dem Laufenden gehalten. In den letzten Tagen sollte sich dann alles um den Blog drehen. Und was kam? Nichts. Gar nichts. Nicht einmal eine kurze Zusammenfassung am Sonntag. Ich glaube, ich habe mich nicht mal eingeloggt. Mich hat es umgehauen und ich habe das gemacht, was ich immer in solchen Situationen tue: unendlich viel schlafen – mein Rekord lag in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bei über 15 Stunden – und mir von Freunden den Kopf kraulen lassen. Zwar habe ich ein paar Pläne im Hintergrund geschmiedet, mit Bloggern geschrieben und neue Ideen vorbereitet, aber zum Schreiben kam ich nicht. Wann auch, schließlich war ich sonst mit Schlafen beschäftigt.

Und nun? Challenge gescheitert?

Jein. Ganz ehrlich, es hätte besser laufen können. Letzte Woche bin ich gnadenlos baden gegangen und auch davor waren nicht alle Wochen spaßig. Ich bin ziemlich weit davon entfernt durchstrukturiert oder perfekt organisiert zu sein (Mist!), aber ich habe viel über mich gelernt (Yay!) und rausgefunden, an welchen Stellen es eigentlich bei mir hakt und hängt. Ich nehme mir zum Beispiel immer viel zu viel vor. Das liegt vor allem daran, dass mein Kopf ein einziges Ideenfeuerwerk ist. Mittlerweile schaffe ich es, meine Ideen zu sortieren und nicht alles auf einmal beginnen zu wollen (Fortschritt). Es leben die Want-to-do-Listen.

Ja, war denn jetzt gleich alles Mist? Nö, ganz im Gegenteil. Ich habe offline viele Dinge erledigt, die ich mir lange vorgenommen hatte. (Laaaaaangweilig!) Außerdem schaffe ich es endlich, mich abends auf den nächsten Tag vorzubereiten – zumindest, wenn ich es mir auch tatsächlich vornehme. Ich arbeite noch daran, es in Fleisch und Blut übergehen zu lassen.

Vielleicht erst mal kleine Brötchen backen?

Während ich diesen Monat und meine Pläne so Revue passieren lasse, fällt mir vor allem eins auf: All meine Ideen waren bereits ganze Challenges für sich. Okay, Hand hoch, wer noch gerade alles Deichkinds „Denken Sie groß“ im Kopf hat. In meinem ersten Artikel zu den Challenges habe ich die Frage gestellt, ob wir nicht alle eine Herausforderung brauchen. Meine Antwort lautet eindeutig – na logo. Ich will jede Menge neue Impulse, neue Ideen und meine Grenzen kennenlernen. Aber vielleicht sollte das Ganze auch realistisch bleiben.

Ich glaube, ich habe gleich zu Beginn Matt Cutts wichtigsten Tipp vernachlässigt: Veränderungen geht man am Besten in kleinen Schritten an. Schon hab ich wieder Deichkind im Kopf, aber verdammt, Cutts hat recht. Aus diesem Grund fällt die nächste Challenge weniger abstrakt aus und mit konkret messbaren Ergebnissen. Spoiler: Heute war der erste Tag und ich konnte bereits heute Morgen vor sechs Uhr einen Haken machen.

Um mehr zu erfahren, müsst Ihr euch bis später gedulden. Ich fühle so etwas wie Müdigkeit im kleinen Zeh!

Lasst es euch gut gehen!

Zur Challenge

Angeregt von diesem TED-Talk möchte ich mir nun jeden Monat eine persönliche Challenge vornehmen und wöchentlich über die Fortschritte berichten. Die Schwierigkeitsstufen variieren dabei von Monat zu Monat. Ihr seid dabei, wenn ich lerne, zweifle, Erfolge feiere und mich ausprobiere. Schreibt mir auch  gern eure Vorschläge für weitere Challenges in den Kommentaren.

Hier erfahrt ihr Details meiner Wochen:

Brauchen wir nicht alle eine Herausforderung?
Von der Zeit – oder – davon, alles auf einmal zu wollen
Zeitmanagement: Die Zeit ist eben doch nur relativ
Einfach alle Fünfe gerade sein lassen?

 

 

 

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  • Ich hab auch immer irgendwelche Ideen im Kopf und Pläne was ich alles machen will, aber meist kommt es dann ganz anders. Irgend etwas läuft dann schief und schon ist der Plan futsch. Deshalb versuche ich mir nicht soviel vorzunehmen, was dann natürlich auch nicht klappt.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  • Wow, eigentlich ’ne ziemlich coole Challenge. Durch die momentane Prüfungsphase würde ich es sicherlich nicht schaffen. Aber vielleicht danach?
    Ich arbeite momentan an mehr Nachhaltigkeit im Haushalt und Leben.

    Liebe Grüße
    Laura

  • Hi liebe Kat
    Eine grossartige Idee und eine richtig tolle Challenge. Ich nehme mir oft auch zuviel vor, finde es aber toll, dass du es doch nicht so kritisch siehst. Ich challenge mich zurzeit weniger Plastik und allgemein Abfall zu produzieren.
    Ganz liebe Grüsse Lena

  • Hallo liebe Kat,

    ich versteh dich gut. Ich möchte am liebsten auch immer alles und zwar sofort. Kleine Brötchen? Püh, an großen hat man länger zu kauen! Achso, vielleicht dann doch lieber nur die Hälfte. Ich bin so furchtbar planlos manchmal, obwohl in meinem Kopf auch sehr oft neue Ideen aufploppen. In letzter Zeit versuche ich einen Gang runterzuschalten. Gelingt mal mehr, mal weniger.

    Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Karin

  • Liebe Katharina,

    ich finde mich in deinen Blogposts immer selbst wieder :-)! Ich bin auch jemand der sich einfach viel zu viel vornimmt … wenn ich mal 2 Tage irgendwohin fahre … hätte ich vom tollsten Hotel nichts weil ich einfach nur viel schlafen würde … weil ich erschöpft bin. Ich muss auch lernen „kleinere Brötchen“ zu backen und habe schon bemerkt dass ich geplante Veränderung nicht so mit der Brechstange hinbekomme ;-). Bei mir ist das auch gerade ein Lernprozess.

    Ich bleibe bei dir dran – bin schon gespannt wie sich alles bei dir weiterentwickelt!

    Hab einen schönen Tag!
    lg
    Verena

  • haha das mit den ideenenfeuer kenne ich – in mir sprudelt es dann nur so vor ideen kann sie aber dann noch nicht umsetzten da ich zu wenig zeit dafür habe u meist auch zu ausgepowert dafür bin 🙂 aber manchmal braucht man eben auch eine kleine auszeit u deine 15 h schlafen hören sich für mich soooo herrlich an 🙂 achhh
    hab nen tollen sonntag
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

  • Das kenne ich zu gut! Ich bekomme eine Idee, dann noch eine und am Ende habe ich keine Zeit!
    Aber das habe ich zum Glück laaaangsam geändert 🙂

    Liebe Grüße!

  • Ich finde es wirklich mega toll, wie du so offen und ehrlich über dich sprichst. <3 Persönlich habe ich kein Problem mehr damit, einen Plan zu machen für den Tag und diesen dann ungefähr einzuhalten. Trotzdem gibt's bei mir auch immer wieder Phasen, wo ich lange schlafe und nicht so viel erledige wie sonst. Aber ich finde das manchmal auch ok so 🙂

    Finde deine Challenge super und freue mich auf Updates!